Was ist Permakultur?

Kurz gesagt:

Permakultur ist eine Lebensphilosophie und bezieht sich auf alle Bereiche

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Genauere Ausführung:

wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: dauerhafte Landwirtschaft (von permanent agriculture). Diesen Begriff prägten die Begründer der Permakultur Bill Mollison und David Holmgren in den70er Jahren. Sie waren aufgrund der fatalen Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft auf der Suche nach einer zukunftsfähigen Alternative.

 Auf der Grundlage von Beobachtungen der Natur bzw. natürlicher Vorgänge schrieben sie ihre Erkenntnisse nieder und nannten das daraus entstandene Prinzip Permakultur.

Drei Grundeinstellungen bilden das Grundgerüst permakulturellen Denkens:

  • die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für die Mitmenschen und nachfolgende Generationen
  • die Natur und alle anderen Lebewesen auf diesem Planeten
  • sowie gerechtes Teilen.

Da Permakultur eine regelrechte Lebensphilosophie ist, bezieht sie sich auf alle Lebensbereiche. Hierbei strebt man ein möglichst nachhaltiges Leben, sprich ein Leben an, das ökologisch und zukunftsfähig ist.

Ein starker Fokus wird jedoch auf den Anbau von Lebensmitteln gelegt. Hier gilt der Grundsatz: Arbeite mit der Natur – nicht gegen sie. Durch die Nachahmung natürlicher Ökosysteme, Anwendung bestimmter Designprinzipien, Förderung von Vielfalt und die möglichst effektive Nutzung vorhandener Ressourcen kann somit ein relativ hoher Ertragauf einer kleinen Fläche mit minimalem Arbeitsaufwand erreicht werden.

Der Mensch ist in diesem zusammenhängenden System also nur eines von vielen Zahnrädern, die in ständigerWechselwirkung zueinanderstehen und die nur im Einklang miteinander funktionieren können.

Unter Berücksichtigung dieser Grundprinzipien kann sich jeder sein eigenes kleines lebenswertes und zukunftsfähiges Paradies aufbauen!

Ein Teilstück des Wirtschaftsgartens von Perrin und Charles Hervé-Gruyer in Bec Helloin

Text: Clara Seidl